Digitale Tatortdokumentation

Einleitung

Mit den Werkzeugen der modernen Panoramafotografie können auch komplexe Tatorte schnell und einfach in ihrer Ursprungssituation „eingefroren“ und konserviert werden. Sollte im Rahmen der weiteren Ermittlungen oder des Strafverfahrens die Notwendigkeit auftauchen den Tatort erneut zu betreten, ist dies in der „virtuellen Tatortrealität“ jederzeit möglich.

Die fotorealistische Konservierung eines Tatortes im virtuellen Raum bietet die folgenden Vorteile:

  • Personen, die nicht am Tatort waren, kann bereits unmittelbar nach Beginn der Ermittlungen ein virtueller Rundgang durch die Szene ermöglicht werden. Dies vermeidet „falsche Spuren“ durch zu viele Besucher.
  • Ein virtueller Tatort kann durch die Ergänzung weiterer digitaler Assets zu einer aussagekräftigen, digitalen Fallakte erweitert werden.
  • Tauchen nach der Freigabe eines Tatortes weitere Fragen nach noch nicht beachteten Details auf, so können diese unter Umständen in der virtuellen Realität beantwortet werden.
  • Eine fotorealistische Tatorttour liefert ausgezeichnetes Anschauungsmaterial für Richter, Staatsanwaltschaft und andere Prozessbeteiligte.

Die Einsatzmöglichkeiten für virtuelle Rundgänge sind vielfältig und nicht auf die Tatortarbeit beschränkt:

  • Präsentationen bei Dienstbesprechungen
  • Fallbesprechungen und -analysen
  • Notfallplanung (z. B. für Großveranstaltungen)
  • Abteilungsübergreifende Einsatzplanung
  • Visuelle Dokumentation und Verwaltung von Ereignissen und Ereignisorten
  • Aus- und Fortbildungen

In 3 einfachen Schritten zum virtuellen Tatort

Durch die Automatisierung des fotografischen Prozesses kann jeder Ereignisort auf Knopfdruck und mit sehr hoher Auflösung fotografisch dokumentiert werden – und das ganz ohne fotografische Vorkenntnisse.

Die so erzeugten, hochaufgelösten Tatortbilder werden in Schritt (2) von einer speziellen „Prozessorsoftware“, wiederum vollautomatisch, zu sphärischen 360°-Panoramen mit sehr hoher Auflösung (512 MPx) und optimaler Ausleuchtung verrechnet.

Durch Verknüpfung der sphärischen Tatortaufnahmen (3) mit den verfügbaren digitalen Beweismitteln in der virtuellen Realität entsteht eine originalgetreue Kopie des Ursprungstatortes, in der alle Einzelheiten festgehalten und auch nach Monaten und Jahren noch abrufbar sind.

Tatrelevante Beweismittel und Informationen, wie Fotos, Zeugenaussagen, 3D-Modelle, Gutachten, Dokumente, Videos oder Audioaufnahmen können problemlos eingebunden werden.

Unsere hochauflösenden Panoramasysteme

Der piXplorer 500 MIII Forensik ist ein vollautomatischer Panoramaroboter mit einem speziell abgestimmten HDR-Kamera-Linsensystem und integrierter Beleuchtung. Mit dem pixplorer 500 MIII Forensik erhalten Sie auf Knopfdruck ein vollständiges und bestmöglich ausgeleuchtetes, sphärisches Abbild eines Tatortes mit einer Spitzenauflösung von 512 MPx.

Dunkle Bereiche werden durch die integrierte Ringbeleuchtung mit nahezu natürlichem Farbspektrum optimal ausgeleuchtet. Gleichzeitig sorgt die integrierte HDR-Funktion (7 Belichtungsstufen werden automatisch aufgenommen) für eine ideale Belichtung Ihrer Aufnahmen auch in hellen Bildsegmenten.

Um korrekte Dimensionen in den Sphären zu gewährleisten, wird jeder piXplorer 500 Forensik geometrisch und optisch kalibriert. Der Kalibrierprozess stellt sicher, dass auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen ein fehlerfreies Panorama erzeugt wird.

Die abnehmbare Kameragruppe macht aus Ihrem piXplorer 500 MIII Forensik mit wenigen Handgriffen eine SFM-Kamera. Die Möglichkeit zusätzliche Fotos in hoher Qualität aufzunehmen, stellt die Grundlage dar, Tat- oder Unfallorte dreidimensional photogrammetrisch zu rekonstruieren.

Der piXplorer 500 Mark III Forensik ist in zwei Varianten erhältlich: als reines Dokumentationssystem mit einem Panoramaleichtstativ und als Dokumentations- und Messsystem in Kombination mit einem Messstativ.

Unsere „High-Speed“ Panoramasysteme

Der piXplorer 100 Forensik erzeugt sphärische Aufnahmen in Rekordzeit. Eine 128 MPx-HDR-Panoramaaufnahme ist in nur 45 Sekunden im Kasten! Mit einer derart rasanten Aufnahmegeschwindigkeit eröffnet sich erstmals die Möglichkeit nahezu fließende Tatortrundgänge zu erzeugen, in denen Sie sich nahtlos von Standort zu Standort bewegen.

Wie der piXplorer 500 wird auch der piXplorer 100 geometrisch und optisch exakt kalibriert, damit Ihre sphärischen Aufnahmen die korrekten Dimensionen des Aufnahmebereiches wiedergeben. Der voreingestellte HDR-Aufnahmeprozess (7 Belichtungsstufen werden automatisch aufgenommen) sorgt für einen Dynamikumfang von 26 Blendenstufen und eine optimale Ausleuchtung Ihrer Aufnahmen.

Auch den piXplorer 100 Forensik gibt es in zwei Systemvarianten: in Kombination mit unserem Messstativ zur fotogrammetrischen Vermessung von Tatorten oder mit einem leichten Panoramastativ als Dokumentationssystem.

Unsere Dokumentations- und Vermessungssoftware

R2S Mosaic ist ein speziell für forensische Zwecke entwickeltes, interaktives Softwarepaket zur einfachen und schnellen Dokumentation komplexer Tat- und Ereignisorte. Die Software verbindet Pläne, Fotos, sphärische Aufnahmen, 3D-Modelle, Punktwolken und andere wichtige digitale Beweismittel zu einer virtuellen Kopie eines Tatortes. Die bildorientierte Strukturierung der verfügbaren Informationen unterstützt eine effiziente Tatanalyse bei Dienstbesprechungen oder bei Präsentationen des Tatherganges vor Gericht oder anderen Parteien.

Die R2S Mosaic Software wird seit mehr als 15 Jahren weltweit erfolgreich von den Sicherheitsbehörden in der täglichen Arbeit eingesetzt. Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage entsprechende Referenzen zur Verfügung. Durch die kontinuierliche Optimierung in Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden in verschiedenen Ländern entstand ein einzigartiges Produkt, das sich insbesonders durch seine Bedienerfreundlichkeit und seinen hohen Sicherheitsstandard auszeichnet.

To top