ForensiScan – Zweckbestimmung
Kalibrierter Spurenscanner zur fotografischen Erfassung forensisch relevanter Spuren auf beliebigen Oberflächen in einem vollautomatischen Scan-Vorgang.
ForensiScan Systemkomponenten
ForensiScan Basiseinheit
- Stabiles, verwindungssteifes Rahmengestell (110 x 70 x 70 cm)
- Präzisionsdrehtisch spielfrei; Auflösung: 72.000 Schritte/Vollkreis
- Drehteller aus Aluminium; Durchmesser: 300 mm; Farbe: schwarz matt; Zentrierhilfe durch konzentrische Markierungen
- Zentrische Spannvorrichtung (3-Backenfutter mit markierten Backen)
- Zentrierlager in Achse des Drehtisches; Zentrierdorn mit wechselbaren Druckstücken; Höhenarretierung mit Knebelschrauben
- 3 Druckstücke für Zentrierdorn (Zentrierspitze, gummierte Druckplatte d = 10 mm, gummierte Druckplatte d = 50 mm)
- Hochauflösende RGB-Kamera (Modell 2020), Rollwinkel und Neigung justierbar (Nullposition markiert)
- Mehrdimensionale Präzisionsführung der Kamera mit Feinjustage der Kameraposition und Kamerarichtung
- Schärfeebene der Kamera durch Feinjustage genau wählbar
- Motorisiertes Objektiv, Brennweite 45 mm
- Schmales Kameraportal mit einer lichten Weite von 350 mm
- Ansteuerelektronik mit Gigabit-Ethernet-Interface und Stromversorgung
- Separater Notausschalter
- Bediensoftware mit Hardware-Steuerung (Drehtisch und Kamera), Live-Bild, Focus Peaking, Bildvergrößerung, Fadenkreuz, Blendeneinstellung, Kontrast-Autofokus, Bildaufbau während des Scan-Vorganges, Schnell-Scan mit verringerter Auflösung, automatische Bildentzerrung für reelle Maßrelationen
- Bild-Ausgabe im JPG, TIF oder PSB-Format
ForensiScan Beleuchtungseinheiten: OLED Linienlichter, Montage am ForensiScan
Digitale Erfassung Kameraabstand und Asservatedurchmesser durch eingebauten Glasmesstab und Digitalmessschieber
Schutzmaßnahmen gegen DNA-Kontamination
Prüfkörper, zylinderförmig, zur Qualitätskontrolle
Desktop Computer, passend zum ForensiScan, inkl. Monitor, Tastatur und Maus
Schutzhülle
Optional Ergänzungen:
Erweiterung Spektralbereich der Kamera für Aufnahmen im nahen Infrarot
Lineareinheit
- Verfahrweg 40 cm
- Als modulare Erweiterung zum ForensiScan
- Auflösung 0,005 mm
- L-förmige Asservateaufnahme mit Montagenuten
Prüfkörper, planar, zur Qualitätskontrolle der Lineareinheit
ForensiScan – Anwendungsbeispiele
Bei dem Asservat handelt es sich um eine Glasampulle mit einem Durchmesser von 2,2 cm. Für die Beleuchtung wurde mit einem Streiflicht lediglich die Oberfläche der Ampulle beleuchtet. Die Innenwände und die bei normalen Lichtverhältnissen sichtbaren, rückwärtigen Teile des Ampullenzylinders werden mit dieser Beleuchtungstechnik „ausgeblendet“. (Quelle: Bayerisches Landeskriminalamt)
Die metallische Oberflächenstruktur von Patronenhülsen erzeugt bei praktisch allen Beleuchtungsversuchen Reflexe/Lichtabfälle auf dem Hülsenkörper. Zudem weisen derartige Objekte sehr häufig Beschädigungen in Form von Kratzern, leichten Verformungen oder Oxidationen auf. Durch die zeilenweise Abtastung der Oberfläche mit dem ForensiScan können die ungünstigen Eigenschaften weitgehend unterdrückt werden. (Quelle: Bayerisches Landeskriminalamt)
Die nebenstehende Abbildung zeigt eine Hochdruck-Metalldampflampe mit Keramiksockel, auf der sich eine unbehandelte Fingerspur befindet. Mit konventioneller Aufnahmetechnik würden in jedem Fall auch Teile des Innenlebens der Leuchte sichtbar werden. Eine zeilenweise Erfassung erlaubt es jedoch, das Innenleben des Leuchtmittels effektiv auszublenden. Lediglich ein Stabilisator, der sich im direkten Kontakt zzur Innenwand des äußeren Glaskörpers befindet, wurde dabei zwangsläufig mit aufgezeichnet und als „schwarzer Strich“ auf der Abwicklung sichtbar. (Quelle: Bayerisches Landeskriminalamt)
In der Abbildung links wird ein mit Cyanacrylat bedampfter Handabdruck auf der äußeren Oberfläche einer PET-Flasche gezeigt. Die Beleuchtung erfolgte mit dem Linienlicht des ForensiScans. (Quelle: Landeskriminalamt Baden-Württemberg)






















